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Endlich Ruhe im Klassenzimmer! Warum es egal ist WAS du machst, um deine laute Klasse ruhig zu bekommen

Wahrscheinlich hast du ein Lehramt studiert, weißt um die Bedeutung von Regeln und Ritualen in der Schule und hast auch ein mehr oder weniger großes Repertoire davon angesammelt, oder?

Dennoch schaffst du es nicht deine laute Klasse ruhig zu bekommen und stellst dir regelmäßig die Frage: WAS kann ich noch tun?

Du hast schon viel versucht, aber nichts klappt! Es ist trotz Leisefuchs, Klangschale und Ampelsystem laut und die Kinder halten sich nicht an Gesprächsregeln. Was kannst du noch tun um deine laute Klasse ruhig zu bekommen? Welches Ritual oder welche Regel könnten noch helfen?

In vielen meinen Beratungsgesprächen habe ich gelernt: Die Frage ist nicht WAS kann ich tun um meine laute Klasse ruhig zu bekommen? Die Frage muss lauten: WIE kann ich das tun?!?

Letztendlich ist es egal, ob du den Leisefuchs machst, eine Klangschale, ein Windspiel oder Brezelarme wählst. Entscheidend ist WIE du diese Signale einführst, ansagst und auf deren Umsetzung bestehst.

Hier verrate ich dir meine drei Geheimnisse, die schon vielen LehrKräften geholfen haben, ihre laute Klasse ruhig zu bekommen

3+1 Tipps wie du deine laute Klasse ruhig bekommst

Kleiner Downer gleich zu Anfang: Die Umsetzung wird nicht von heute auf morgen funktionieren, sondern du brauchst Zeit! Wenn du dran bleibst, wirst aber von dem Ergebnis begeistert sein – versprochen! Um gleich loszulegen, verrate ich dir am Ende noch 4 Quicktipps, die du schon morgen in deinem Klassenzimmer umsetzen kannst.

Die psychoanalytischen Pädagog:innen wissen es schon lange, aber nun wird es immer mehr zum Common Sense: Positive Beziehungen spielen nicht nur für den Lernerfolg der Kinder eine wichtige Rolle, sondern helfen dir auch dabei, deine laute Klasse ruhig zu bekommen.

Kinder in stabilen Beziehungen zu ihren Mitschüler:innen – aber auch zu ihren LehrKräften – zeigen vermehrt prosoziales und verringert aggressives Verhalten. Sie haben ein besseres Selbstkonzept und bessere Möglichkeiten zur Stressregulation. Außerdem sind teamfähige Schüler:innen bereit, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Auftretende Konflikte lösen sie möglichst selbstständig.

All das entlastet dich, führt zu weniger Unterrichtsstörungen und trägt so dazu bei deine laute Klasse ruhig zu bekommen.  

Möchtest du wissen, wie du auch die Beziehung zu deinen „schwierigen“ Schüler:innen verbessern kannst? Dann hol dir meine 5+5 besten Tipps und beginne gleich morgen. Du wirst sehen: Bald ist dein Unterricht wieder deutlich entspannter und du hast (wieder) Freude an deinem Lehrer:inneleben!

Abbildung des Freebies über den guten Beziehungsaufbau mit den schwierigen Schüler:innen

Ich weiß, der Begriff der Autorität ist in pädagogischen Kreisen heutzutage verpönt. Die Nachteile eines autoritären Erziehungsstils auf die Entwicklung von Kindern sind vielfach belegt.

Der Unterricht ist vielmehr beziehungsorientiert und auf Augenhöhe. Dahinter stehe ich völlig und all meine Arbeit soll diese Entwicklung unterstützten.

Und dennoch handelt es sich dabei um einen schmalen Grat: Du bist als LehrKraft deinen Schüler:innen nicht gleichgestellt. Du hast eine andere Rolle, eine andere Aufgabe. Kurz: Du hast andere Rechte und Pflichten!

Es ist z.B. deine Aufgabe für eine gute Klassengemeinschaft zu sorgen oder eine produktive Lernatmosphäre zu schaffen. Für all das trägst du die Verantwortung. Nicht die Schüelr:innen!

Verbunden damit hast du aber auch andere bzw. mehr Rechte: z.B. mal eine Regel alleine aufzustellen, zu bewerten wann es zu laut ist oder wer wo und neben wem gut sitzen und arbeiten kann. Es ist deine Aufgabe dies besser zu wissen als die Schüler:innen.

Um deine Klasse gut führen zu können, ist es also nicht ausreichend, eine gute Beziehung zu deinen Schüler:innen aufzubauen. Du solltest außerdem eine positive Autorität im Klassenzimmer ausstrahlen. Dafür ist es wichtig, dass du klare Erwartungen kommunizierst und transparente Regeln schaffst. Dies schafft eine Struktur, die den Schüler:innen Sicherheit gibt und ihnen hilft, sich auf das Lernen zu konzentrieren. Ganz wichtig ist es, dass du die Regeln konsistent und fair anwendest und konsequent auf deren Einhaltung pochst.

Neben der positiven Beziehung zu deinen Schüler:innen ist es also ganz wichtig, ein angemessenes Maß an Autorität zu wahren, um das Klassenzimmer zu leiten und eine Atmosphäre des gegenseitigen Respekts aufrechtzuerhalten.

Wie das aussieht, kann bei jedem anders sein. Wenn du dir Unterstützung dabei wünschst, herauszufinden, wie du stark und präsent vor deiner Klasse stehen kannst, unterstütze ich dich gerne!

Du möchtest mich persönlich kennenlernen?

Buch dir hier dein kostenloses Erstgespräch. Du hast in dem Gespräch die Gelegenheit, mir über deine aktuelle Herausforderungen im Schulalltag zu erzählen und zu berichten, wobei du dir Unterstützung wünschst.
Wir überlegen dann gemeinsam, wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte.

Online-Coaching & Fortbildungen für Lehrkräfte

Deine gute Vorbereitung und deine eigene Klarheit über den Verlauf der Stunde sind das A und O, wenn du deine laute Klasse ruhig bekommen möchtest. Aber Achtung: Das ist kein Aufruf zum Perfektionismus und du darfst deinen Unterricht natürlich auch weiterhin situativ anpassen.

Dennoch schaffen klare Erwartungen und Anforderungen auch Sicherheit, sie sind Leitplanken für deine Schüler:innen. Ein sorgfältig geplanter Unterricht bietet nicht nur strukturierte Lerninhalte, sondern schafft auch eine Atmospähre, in der deine Schüler:innen motiviert sind, aktiv teilzunehmen.

Auch die gute Passung von Lernstand und Lernstoff verhindert Störungen im Unterricht.

+ Spezialtipp für Vertretungs-LehrKräfte

Vertretungs-LehrKräfte haben es meist besonders schwer! Alles wird neu ausgetestet.

Erkundigt euch deshalb im Vorhinein besonders gut, welche Regeln und Rituale es in der Klasse gibt. Wie z.B. die Stunde begonnen wird, welche Verstärkersysteme es gibt usw…

An dich als KlassenlehrKraft: Erstelle eine How – To für deine Klasse. Schreibe alles auf was wichtig ist, umso leichter haben es die Vertetungs-LehrKräfte und du kommst nicht in eine Klasse zurück, die einige Tage außer Rand und Band war und nun wieder eingefangen werden muss.

Zum Beispiel so:

Online-Coaching & Fortbildungen für Lehrkräfte
Online-Coaching & Fortbildungen für Lehrkräfte

Ann-Marie von BEZIEHUNGsweiseschule hat auch eine gute Idee für eine beziehungsstarke Vertretungsstunde. Mit ein paar guten Fragen, überrascht sie ihre Schüler:innen und bringt sie so auf ihre Seite.

4 Quicktipps mit denen du ab morgen für Ruhe im Klassenzimmer sorgen kannst

  • Es gibt eine Vielzahl an Regeln und Ritualen, die du verwenden kannst. Eine gute Ideensammlung um eine Klasse zur Ruhe zu bringen findest du hier. Wähle etwas aus was zu dir passt und denke dran, dass es auch auf das WIE ankommt. Wie sehr stehst du selber hinter deinem neuen Ritual? Wie ernst nimmst du es mit der neuen Regel?
  • Gestalte deinen Unterrichtsanfang geschickt: Deine aufgekratzten Schüler:innen zu Stundenbeginn wieder einzufangen ist schwieriger als eine ruhige Atmosphäre beizubehalten. Was können sie tun bis du soweit bist? Wie wäre es mit Platz vorbereiten, Freiarbeit, Konzentrationstraining, Malen oder einer leisen Unterhaltung? Gib besonders den ersten Minuten deiner Stunde eine gute Struktur.
  • Halte die Melderegel ein: Wenn du ab morgen bei einer Regel auf die Einhaltung achten möchtest, dann entscheide dich für die Melderegel. So spricht wirklich nur derjenige, der dran ist und alle anderen können gut zuhören.
  • Übe das Flüstern: Selbstverständlich ist es wichtig, dass sich deine Schüler:innen austauschen können. Insbesondere während kooperativen Arbeitsphasen. Wenn sie dabei allerdings zu laut sprechen, stört das alle anderen. Gerade Grundschulkinder müssen das Flüstern oft noch üben, das geht z.B. mit dem Flüsterführerschein.

Schlüsselstrategien: Eine laute Klasse ruhig bekommen

In der Welt des Klassenzimmermanagements gibt es zahlreiche Strategien, um eine laute Klasse zur Ruhe zu bringen. Doch entscheidend ist nicht das „Was“, sondern das „Wie“. Eine positive Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern sowie eine positive Autorität sind zentral. Klar kommunizierte Erwartungen und transparente Regeln schaffen Sicherheit und ermöglichen effektives Lernen.

Eine gute Vorbereitung des Unterrichts ist ebenfalls entscheidend, um Störungen zu verhindern und ein reibungsloses Klassenzimmer zu gewährleisten. Auch für Vertretungslehrkräfte sind klare Strukturen und Kommunikation essentiell.

Insgesamt zeigt sich, dass deine wohlüberlegte Herangehensweise, basierend auf Beziehung, Autorität und Vorbereitung, dein Schlüssel zu einem ruhigen und produktiven Klassenzimmer ist.

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Ich freue mich sehr, wenn ich dich dabei unterstützen darf, deine LehrKraft zu entfalten. Damit dir dein Beruf wieder Freude macht!  Sei es mit meinem Blog, einem inspirierenden Posting oder im Coaching 

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